Pfarrkirche Altenkirchen | 13.06.2013 @ 20:00
830px-David_Klöcker_Ehrenstrahl_-_Carl_Gustaf_Wrangel_(1613_–_76)_-_Google_Art_Project

Carl Gustaf Wrangel · Öl auf Leinwand · von David Klöcker Ehrenstrahl

Carl Gustav Wrangel – Schwedischer Generalgouverneur und »pommerscher Fürst«
Vortrags- und Gesprächsabend zum 400. Geburtstag von C.G. Wrangel mit Ivo Asmus, M.A. (Universitätsbibliothek Greifswald)

Carl Gustav Wrangel, 5. Dezember 1613 Skokloster (Uppland) – 25. Juni 1676 Schloss Spycker auf Rügen
Schwedischer Generalgouverneur und »pommerscher Fürst«
»Der einer aus dem Baltikum stammenden, in Schweden naturalisierten Familie entsprossene Adlige machte schon in jungen Jahren – während des Dreißigjährigen Krieges – eine steile Karriere, an deren Ende er Feldmarschall, Oberbefehlshaber der schwedischen Armeen in Deutschland und Reichsrat war. Mit dem Posten als Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern für den Rücktritt vom Oberbefehl entschädigt, füllte Wrangel dieses Amt als Stellvertreter des pommerschen Herzogs in den Jahren 1648–52 und 1656–76 in einer so weltmännisch-selbstbewussten Weise aus, dass er in Stockholm inoffiziell als “pommerscher Fürst” bezeichnet wurde. Als solcher residierte er standesgemäß in den Herzogsschlössern von Stettin und Wolgast. 1651 in den Grafen- sowie 1653 in den Freiherrenstand erhoben, erweiterte er seinen Besitz in fast allen Provinzen des schwedischen Reiches. Wrangel ließ aus Repräsentationsgründen herrliche barocke Bauten errichten, die zu den größten privaten Schlössern der Großmachtzeit Schwedens zählen. Ebenso wurde er als Inhaber eines der fünf höchsten Reichsämter 1660 Mitglied der Vormundschaftsregierung für den erst vierjährigen König Karl XI. Seiner herausragenden Stellung gemäß entfaltete Wrangel einen prachtvollen Hof. Seinem europaweiten Ruf als großem Feldherrn des Dreißigjährigen und des 2. Nordischen Kriegs konnte er indes während des schwedisch-brandenburgischen Krieges 1674–1679 aufgrund von Alter und Gicht nicht mehr gerecht werden; kurz vor seinem Tode musste er noch miterleben, wie Pommern besetzt wurde.«
— Ivo Asmus