• 21. Juli 2026

    Sehnsucht nach Sangerhausen

    19.30Kosegartenhaus Altenkirchen

    (Deutschland 2025, R: Julian Radlmaier)

    In vier Episoden umkreist der wunderbare Film das Motiv der romantischen Sehnsucht, vom Dichter der Blauen Blume, Novalis, im 18. Jahrhundert bis ins Heute der malerischen Stadt Sangerhausen in Sachsen-Anhalt. Die Tragikomödie verknüpft auf märchenhafte Weise gesellschaftskritische Themen, Einsamkeit und unwahrscheinliche Freundschaften in der sachsen-anhaltischen Provinz.

    "‘Sehnsucht in Sangerhausen‘ ist einer der schönsten deutschen Filme des Jahres und der romantischste ohnehin.“ (radioeins)

    „Ein poetisch verspieltes Filmmosaik“ (Der Freitag)

  • 23. Juli 2026

    Franz von Assisi - der Traum vom einfachen Leben

    19.30Kosegartenhaus Altenkirchen

    800. Todestag von Franz von Assisi

    Gunnar Decker (Pantheon 2026) liest aus seiner Biographie über Franz von Assisi

    Mit Franz von Assisi steht ein erstaunlich moderner Mensch vor uns. Er verkörpert einen neuen Geist, der auf Bescheidenheit und Wandlung setzt. So trifft er 1219 in Ägypten den Anführer der feindlichen Muslime, Sultan Melek al-Kamil, einen klugen Herrscher wie aus Lessings Ringparabel, der ihn tief beeindruckt. Im Gespräch erkennen beide, dass der wahre Glaube vom Frieden nicht zu trennen ist.

  • 03. Aug. 2026

    Schreiben in finsteren Zeiten

    19.30Kosegartenhaus Altenkirchen

    Vortrag & Gespräch

    Deutschsprachige Literatur 1933-1945

    Schriftsteller der inneren Emigration

    Prof. Dr. Helmuth Kiesel (Universität Heidelberg)

    Der Autor widmet sich in seiner großen Epochendarstellung der Literatur des Exils und der inneren Emigration, aber auch regimenahen Autoren, ebenso der österreichischen und schweizerdeutschen Literatur. „Ein Meisterwerk ... Man kommt über diesem Buch des emeritierten Heidelberger Germanisten Helmuth Kiesel aus dem Staunen, der Überraschung, dem Finderglück und der Beklemmung nicht heraus. Und ganz besonders nicht aus der Bewunderung.“ (DIE ZEIT)

  • 07. Aug. 2026

    Gelbe Briefe

    19.30Kosegartenhaus Altenkirchen

    (D/Türk./Frk. 2025, R: İlker Çatak,  Bester Film-Berlinale 2026, Deutscher Filmpreis 2026)

    Das angesehene Künstler-Ehepaar Derya und Aziz lebt mit seiner Tochter Ezgi ein erfülltes Leben in Ankara. Nach der erfolgreichen Premiere ihres neuen, gesellschaftskritischen Theaterstücks geraten sie ins Visier des autokratischen Staates und erhalten sogenannte „gelbe Briefe“, die plötzliche Entlassung und staatliche Stigmatisierung.

  • 13. Aug. 2026

    Karsten Krampitz - Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung

    19.30Kosegartenhaus Altenkirchen

    Autorenlesung

    „Im Buch geht es zwar um Freiheit, Stasi, Schießbefehl und Kirchenopposition, aber in einer Gemengelage, die völlig quer zu den gewohnten Erzählungen darüber steht. Die Freiheit wird hier nämlich durch eine Kommune von Schwerstbehinderten repräsentiert, die es Anfang der Achtzigerjahre in dem thüringischen Dorf Hartroda wirklich gegeben hatte. Was dem Roman mit seiner schnoddrigen, unsentimentalen und dabei erstaunlicherweise doch feinfühligen Sprache gelingt, ist, die historisch verbürgte Aktion zu einer ganz gegenwärtigen Parabel auf die Möglichkeit eines auch unter widrigsten Umständen freien Lebens zu machen.“ (FAZ)

  • 18. Aug. 2026

    1976. Die DDR in der Krise

    19.30Kosegartenhaus Altenkirchen

    Dr. Karsten Krampitz (Berlin)

    Im Jahr 1976 wurde der Liedermacher Wolf Biermann ausgebürgert, der Dissident Robert Havemann unter Hausarrest gestellt, unter den Toten an der Mauer war ein italienischer Kommunist, die SED-Führung verhinderte das Erscheinen einer an sich harmlosen „Berliner Anthologie“, die den Alltag der DDR zeigen wollte, wie er war, und Zeitz verbrannte sich Pastor Oskar Brüsevitz öffentlich. Ein Jahr, das viel veränderte und bis  zur Friedlichen Revolution 1989 wirkte.

  • 25. Aug. 2026

    In die Sonne schauen

    19.30Kosegartenhaus Altenkirchen

    (Deutschland 2025, R: Mascha Schilinski,149 Minuten, Goldene Palme Cannes (2025) Deutscher Filmpreis (2026)

    Ein abgeschiedener Vierseitenhof in der Altmark. Die Wände atmen seit über einem Jahrhundert das Leben der Menschen, die hier wohnen, ihren Geschmack, ihr Sein in der Zeit. Der Film erzählt von vier Frauen aus unterschiedlichen Epochen – Alma (1910er), Erika (1940er), Angelika (1980er) und Nelly (2020er) – deren Leben auf unheimliche Weise miteinander verwoben sind.

  • 02. Sep. 2026

    Seestück

    19.30Kosegartenhaus Altenkirchen

    (Dokumentarfilm von Volker Koepp, D 2018)

    Die Ruhe und Poesie der Bilder des Meeres unterlegen die Gespräche und Porträts der Anwohner mit dem Grundvertrauen in die Beständigkeit des Meeres. Der Film zeichnet das Bild einer Region, die sich nach Umbrüchen immer wieder neu geordnet hat – politisch, wirtschaftlich, kulturell.

  • 08. Sep. 2026

    Schwindende Gemeinden und ihre Kirchen

    19.30Kosegartenhaus Altenkirchen

    Fürwahr, der Herr ist an dieser Stätte, und ich wusste es nicht! Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels… (1.Mose 28)

    Überlegungen und Anregungen zum Umgang mit unseren Kirchengebäuden

    Klaus-Martin Bresgott (Kunsthistoriker und Dirigent) - Kulturbüro des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland

  • 09. Sep. 2026

    Zufluchtsort Rügen

    19.30Kosegartenhaus Altenkirchen

    Vortrag & Gespräch

    Der Arzt, Autor und Sozialethiker Karl Alexander Credé Hoerder in Lohme

    Cosima Bellersen Quirini (Celle) - Kulturhistorikerin M.A.

    Karl Alexander Credé Hoerder (1878-1952) alias Carl Credé war in der Weimarer Zeit ein viel beachteter Bühnenautor, der die Problematik des § 218 auf die Bühne brachte. Seine Stücke wurden in halb Europa aufgeführt. Doch dann kamen die Nazis an die Macht und er erhielt ein Veröffentlichungs- und Aufführungsverbot. Zusammen mit seiner Frau Gertrud, die über ihren Vater jüdischer Herkunft war, zog er sich in den NS-Jahren häufiger in die familieneigenen Sommerhäuschen nach Lohme zurück. Hier überlebte das Paar den Krieg.

  • 10. Sep. 2026

    Silent Friend

    19.30Kosegartenhaus Altenkirchen

    (D Frk. Ungarn 2025)

    Die drei Geschichten, die am Beginn des 20. Jahrhunderts, in den 1970er und den 2020er Jahren spielen, kreisen um den 1832 gepflanzten Ginkgobaum im botanischen Garten von Marburg.

  • 17. Sep. 2026

    Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

    19.30Kosegartenhaus Altenkirchen

    (D 2025, R: Simon Verhoeven mit Bruno Alexander, Senta Berger, Michael Wittenborn, Karoline Herfurth)

    Der junge Joachim wird überraschend an einer renommierten Schauspielschule in München aufgenommen und zieht in die Villa seiner exzentrischen Großeltern Inge und Hermann. Zwischen intensiver Schauspielausbildung und den skurrilen Großeltern sucht Joachim seinen Platz im Leben und ringt mit den Erwartungen an seine künstlerische Identität und familiären Bindungen.